Rekordjahr bei der Quirin Privatbank: 2024 wächst der Gewinn kräftig, zahlreiche Neukunden sorgen für deutlich höhere verwaltete Vermögen. Digitale Lösungen und KI-gestützte Beratung treiben Wachstum an.
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Quirin Privatbank
Die Quirin Privatbank AG schließt das Geschäftsjahr 2024 mit einem Rekordergebnis ab. Sowohl bei Gewinn und Kundenzahl als auch bei den verwalteten Vermögen verzeichnet das Berliner Institut deutliches Wachstum. Besonders die innovative Digitalstrategie zahlt sich offenbar aus.
Die Quirin Privatbank erzielte im Geschäftsjahr 2024 einen Vorsteuergewinn von 16,9 Millionen Euro. Damit steigerte das Institut sein Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr (11,6 Millionen Euro) um beachtliche 45 Prozent. Der Jahresüberschuss erhöhte sich ebenfalls kräftig um rund 39 Prozent auf 13,2 Millionen Euro (Vorjahr: 9,5 Millionen Euro). Dieses Rekordergebnis geht insbesondere auf deutliche Erfolge in den Geschäftsfeldern Privatkunden und Treasury zurück.
Im Privatkundengeschäft profitierte die Bank von einem deutlich höheren Provisionsüberschuss, resultierend aus steigenden verwalteten Vermögen. Gleichzeitig konnte die Bank im Bereich Treasury ihr Zinsergebnis verbessern, trotz der im Jahresverlauf rückläufigen Zinsentwicklung im Euroraum.
Besonders bemerkenswert ist der deutliche Anstieg der Nettoneukunden: Die Zahl der Neukunden stieg um 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt betreut die Quirin Privatbank Ende 2024 etwa 13.500 Kunden mit einem verwalteten Vermögen von 6,7 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Kundenanstieg von acht Prozent und einem Zuwachs des verwalteten Vermögens um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Diese dynamische Entwicklung geht nach Angaben der Bank maßgeblich auf das 2024 gestartete Wachstums- und Qualitätsprogramm „Q25+“ zurück. Ziel dieses Programms ist neben einer verstärkten Kundengewinnung auch die Steigerung der Kundenzufriedenheit. Diese erreichte im vergangenen Jahr ihren bisherigen Höhepunkt: Der Net Promoter Score (NPS) stieg auf 59 und liegt damit weit über den Werten vergleichbarer Finanzinstitute.
Wesentliche Bausteine der Wachstumsstrategie sind innovative Beratungsansätze, die auch Künstliche Intelligenz (KI) integrieren. So führte die Bank 2024 den sogenannten „Q-Navigator“ ein, ein KI-gestütztes Beratungstool, das Kunden bei ihrer finanziellen Lebensplanung unterstützt. Zusätzlich ging quirion.ai an den Start, ein KI-basierter digitaler Vermögensberater, der Anlegerfragen auf wissenschaftlicher Basis beantwortet und somit Finanzwissen breiter zugänglich macht.
Auch die digitale Vermögensverwaltung quirion, eine Tochtergesellschaft der Quirin Privatbank, konnte 2024 weiter zulegen. Das verwaltete Vermögen erhöhte sich um 19 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro, die Zahl der betreuten Kunden stieg um 17 Prozent auf 91.000. Damit verwalten beide Unternehmen zum Jahresende zusammen 9,5 Milliarden Euro von rund 105.000 Kunden, was einer Steigerung von 17 Prozent beim Vermögen und 16 Prozent bei der Kundenzahl entspricht.
Weniger erfreulich verlief das Jahr 2024 für den Geschäftsbereich Capital Markets. Das schwierige wirtschaftliche Umfeld erschwerte laut CFO Johannes Eismann insbesondere Kapitalmarkttransaktionen im Bereich der kleinen und mittelständischen Unternehmen. Hier erhofft sich das Institut für das kommende Jahr Impulse durch wirtschaftspolitische Maßnahmen der Bundesregierung.
Aufgrund der erfreulichen Geschäftsentwicklung sollen auch die Aktionäre profitieren: Der Hauptversammlung im Juni 2025 wird vorgeschlagen, die Dividende je Aktie um 45 Prozent von 11 auf 16 Cent anzuheben.
Die Apobank blickt zufrieden auf 2024: Das Betriebsergebnis legt kräftig zu, die Bilanzsumme steigt moderat und die Dividende soll erneut bei sechs Prozent liegen. Trotz Sonderbelastungen steht die Bank solide da.