Die Apobank blickt zufrieden auf 2024: Das Betriebsergebnis legt kräftig zu, die Bilanzsumme steigt moderat und die Dividende soll erneut bei sechs Prozent liegen. Trotz Sonderbelastungen steht die Bank solide da.
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Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2024 zurück. Trotz einer Sonderbelastung aus einer unerwarteten Steuernachforderung präsentiert sich das Institut mit verbesserten operativen Kennzahlen und einer weiterhin attraktiven Ausschüttung für seine Mitglieder. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Vertreterversammlung erneut eine Dividende in Höhe von sechs Prozent vor.
Beim Betriebsergebnis vor Steuern erzielte die Apobank ein deutliches Wachstum um rund ein Drittel auf 311,7 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte das Betriebsergebnis noch bei 237,9 Millionen Euro gelegen. Trotz dieses operativen Fortschritts fiel der Jahresüberschuss mit 96 Millionen Euro nur geringfügig höher aus als im Vorjahr (94,2 Millionen Euro). Grund hierfür ist insbesondere eine außergewöhnliche Steuernachzahlung inklusive Verzugszinsen für Wertpapierleihgeschäfte aus den Jahren 2004 bis 2008.
Die Finanzbehörde habe nach fast 20 Jahren überraschend ihre Rechtsauffassung geändert, teilte die Bank mit. Dies habe sich sowohl im sonstigen betrieblichen Aufwand als auch im Steueraufwand niedergeschlagen. Die Bank kündigte jedoch an, Rechtsmittel gegen diese Steuernachforderung einzulegen.
Die Bilanzsumme der Apobank erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr moderat um 2,1 Prozent auf insgesamt 51,8 Milliarden Euro (2023: 50,7 Milliarden Euro). Besonders erfreulich entwickelten sich die Darlehenszusagen im Neugeschäft: Hier verzeichnete die Bank ein kräftiges Wachstum von zuvor 3,3 Milliarden Euro auf nunmehr 5,0 Milliarden Euro. Dabei profitierten vor allem das Baufinanzierungsgeschäft sowie das Firmenkundensegment.
Im Geschäft mit der Finanzierung von Praxis- und Apothekengründungen kletterte der Kreditbestand leicht von 8,3 auf 8,5 Milliarden Euro. Die Kundeneinlagen stiegen geringfügig auf 30,3 Milliarden Euro.
Auch auf regulatorischer Seite präsentierte sich die Apobank im vergangenen Jahr robust. Die harte Kernkapitalquote verbesserte sich auf solide 17,1 Prozent (Vorjahr: 16,7 Prozent). Die Gesamtkapitalquote erhöhte sich ebenfalls leicht auf 18,3 Prozent (2023: 18,0 Prozent). Damit ist die Bank weiterhin gut kapitalisiert und gut für zukünftige Herausforderungen aufgestellt.
Vorstandsvorsitzender Matthias Schellenberg sieht die Apobank auf einem erfolgreichen Weg und zog eine positive Bilanz: „Unser Strategieprogramm Agenda 2025 trägt Früchte. Die Maßnahmen greifen, und dies zeigt sich nicht zuletzt auch in der gestiegenen Zufriedenheit unserer Kunden.“
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