Die Pfandbriefbank setzt auf frischen Wind: Ab Juni übernimmt Jörn Joseph als neuer Chief Risk Officer und leitet damit strategische Maßnahmen ein, um die Krise aus 2023 zu überwinden und die Risikostruktur nachhaltig zu stärken.
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Pfandbriefbank
Die Deutsche Pfandbriefbank (Pbb) stellt sich neu auf: Ab dem 1. Juni übernimmt Jörn Joseph, bisheriger Risikoexperte der Deutschen Bank, den Posten des Chief Risk Officer (CRO) und löst damit Andreas Schenk ab. Dieser Führungswechsel erfolgt gut ein Jahr nach der schweren Vertrauenskrise, in der Kredite für Büroimmobilien in den USA die Bank vor erhebliche Herausforderungen stellten.
Jörn Joseph, 54, bringt umfangreiche Erfahrungen aus seiner bisherigen Tätigkeit in der Privatkundensparte der Deutschen Bank sowie als Vorstandsmitglied der BHW Bausparkasse mit. Mit seinem Wechsel in die Pfandbriefbank setzt das Institut auf eine starke Risikokompetenz, um die internen Prozesse weiter zu optimieren und das Vertrauen der Anleger und Kunden nachhaltig zu stärken. Die Entscheidung für Joseph unterstreicht den Anspruch der Pbb, ihre Risikomanagement-Strukturen zukunftsorientiert auszurichten und damit auch in Krisenzeiten flexibel und robust zu agieren.
Die Pfandbriefbank geriet 2023 in eine Vertrauenskrise, nachdem vergebene Kredite für Büroimmobilien in den USA massiv in Gefahr gerieten und hohe Abschreibungen notwendig wurden. Bereits im vergangenen Herbst zog Vorstandschef Kay Wolf, der ebenfalls aus der Deutschen Bank stammt, Konsequenzen aus diesem Krisenjahr. So sollen bis 2027 die Anteile der Büroimmobilien im Kreditbestand deutlich reduziert werden. Stattdessen wird verstärkt in zukunftsträchtige Segmente wie Rechenzentren, Hotels und Wohnanlagen für Senioren investiert – Maßnahmen, die langfristig zur Stabilisierung und Ertragssteigerung beitragen sollen.
Der Wechsel des Risikochefs und die strategischen Anpassungen signalisieren eine klare Neuausrichtung der Pfandbriefbank. Mit der neuen Führung will das Institut nicht nur vergangene Fehler aufarbeiten, sondern auch seine Position als verlässlicher Finanzpartner stärken. Der frische Wind, den Jörn Joseph mitbringt, und die bereits in Gang gesetzten Restrukturierungsmaßnahmen lassen auf einen erfolgreichen Kurswechsel schließen. Diese Maßnahmen, kombiniert mit dem konsequenten Rückzug aus verlustreichen Segmenten, bilden eine solide Basis für zukünftiges Wachstum und eine nachhaltige Verbesserung der Risikostruktur.
Die Apobank blickt zufrieden auf 2024: Das Betriebsergebnis legt kräftig zu, die Bilanzsumme steigt moderat und die Dividende soll erneut bei sechs Prozent liegen. Trotz Sonderbelastungen steht die Bank solide da.