Die LLB steigert im ersten Halbjahr 2024 ihren Gewinn um 1,7 Prozent auf 90,2 Mio. Franken. Trotz gestiegener Kosten bleibt die Bank optimistisch und erwartet für das Gesamtjahr ein solides Ergebnis bei weiterem Wachstum.
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LLB Banking
Die Liechtensteinische Landesbank (LLB) hat im ersten Halbjahr 2024 einen leichten Gewinnanstieg verzeichnet und konnte trotz herausfordernder Marktbedingungen ihr Geschäft weiter ausbauen. Der Gesamtertrag der Bank stieg um solide 5,9 Prozent auf 283 Millionen Franken.
Besonders positiv entwickelte sich das Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft, das dank gestiegenem Geschäftsvolumen um 4,8 Prozent auf 102,3 Millionen Franken zulegen konnte. Obwohl das tiefere Zinsniveau den Brutto-Erfolg im Zinsengeschäft um 17,2 Prozent auf 67,7 Millionen Franken drückte, fiel der Rückgang beim Nettoerfolg durch positive Risikovorsorge lediglich minimal aus.
Das Handelsgeschäft profitierte vom veränderten Zinsumfeld und steigerte sich um 10,8 Prozent auf 91,4 Millionen Franken. Insgesamt zeigt sich die LLB trotz Zinsdrucks robust und gut positioniert für weiteres Wachstum.
Die LLB erhöhte ihre Kosten um 7,9 Prozent auf 177,2 Millionen Franken, was hauptsächlich auf den gestiegenen Personalaufwand durch die Schaffung von rund hundert neuen Stellen zurückzuführen ist. Obwohl das Kosten-Ertrags-Verhältnis auf 65,2 Prozent anstieg und damit leicht über dem Zielband liegt, bleibt die Bank optimistisch.
Das Vorsteuerergebnis konnte um 2,7 Prozent auf 105,8 Millionen Franken gesteigert werden, während der Konzerngewinn um 1,7 Prozent auf 90,2 Millionen Franken zunahm. Die Netto-Neugeldzuflüsse beliefen sich auf 792 Millionen Franken, was einem annualisierten Plus von 1,8 Prozent entspricht. Mit einem Anstieg der Kundenvermögen auf 94,3 Milliarden Franken und einem gestiegenen Geschäftsvolumen sieht die LLB den weiteren Jahresverlauf positiv.
Für das Gesamtjahr 2024 erwartet die LLB ein solides Ergebnis und rechnet mit weiterem Wachstum, trotz anspruchsvoller Marktbedingungen. CEO Gabriel Brenna äußerte sich zuversichtlich und betonte das gesunde Wachstumspotenzial in den kommenden Monaten.
In der letzten Zeit ist die LLB vor allem im deutschen Markt durch starkes personelles Wachstum aufgefallen. So wurden zahlreiche neue Berater angeworben, die vermutlich auch Kundenbestände mitgebracht haben. Deutschland ist für LLB ein strategischer Markt, wie auch für andere Private Banking Häuser aus den Nachbarländern.
Die Apobank blickt zufrieden auf 2024: Das Betriebsergebnis legt kräftig zu, die Bilanzsumme steigt moderat und die Dividende soll erneut bei sechs Prozent liegen. Trotz Sonderbelastungen steht die Bank solide da.