Mit „Smart Invest“ vereinfacht und vergünstigt die ING Deutschland ihre digitale Vermögensverwaltung ab November 2024. Die Mindestanlagesumme sinkt auf 20 Euro, und die Verwaltung erfolgt direkt über die ING-Apps.
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Die ING Deutschland setzt auf Vereinfachung und Kostensenkung in der digitalen Vermögensverwaltung. Ab November 2024 führt die Bank das neue Angebot „Smart Invest“ ein, das es Kundinnen und Kunden ermöglicht, ihre Portfolioverwaltung direkt über das Online-Banking und die Banking to Go App abzuwickeln. Mit dieser Umstellung wird auch die bisherige Zusammenarbeit mit dem Fintech-Unternehmen Scalable Capital intensiviert.
Ein zentraler Punkt der Neuerung ist die drastische Senkung der Mindestanlagesumme. Statt wie bisher 5.000 Euro müssen Anleger nun lediglich 20 Euro investieren, um die digitale Vermögensverwaltung nutzen zu können. Zudem entfällt bei Anlagebeträgen unter 10.000 Euro die bisherige Mindestgebühr von 75 Euro. Diese Maßnahmen sollen die Hürden für den Einstieg in die Vermögensverwaltung weiter senken und sie einem breiteren Publikum zugänglich machen.
Die Gebührenstruktur wurde ebenfalls überarbeitet: Anleger, die unter 50.000 Euro investieren, zahlen zukünftig 0,75 Prozent jährlich auf ihren Anlagebetrag. Ab 50.000 Euro sinkt die Gebühr auf 0,65 Prozent, was die Kosten für größere Anlagesummen reduziert.
Mit „Smart Invest“ zielt die ING darauf ab, den gesamten Prozess der digitalen Vermögensverwaltung zu vereinfachen. Künftig sollen alle Funktionen wie Kontoeröffnung, Ein- und Auszahlungen, Sparpläne und Auszahlungspläne direkt über die bestehenden Online-Kanäle der Bank abgewickelt werden können. Die Integration in das Online-Banking und die Banking to Go App soll den Zugang zur Vermögensverwaltung deutlich vereinfachen.
Bisher war das Produkt nur über den Partner Scalable Capital abrufbar. Durch den nun bevorstehenden Wechsel ist davon auszugehen, dass deutlich mehr Kunden das Produkt nutzen werden.
Die Zusammenarbeit mit Scalable Capital, die bereits seit Jahren besteht, wird im Rahmen von „Smart Invest“ fortgeführt. Scalable Capital bleibt für die Auswahl der ETFs und das Portfoliomanagement verantwortlich. Diese Partnerschaft soll sicherstellen, dass die Anleger weiterhin von professionellem Management profitieren können, während die ING die Plattform und den Zugang bereitstellt.
Die Vereinfachung der digitalen Vermögensverwaltung ist ein klares Zeichen dafür, dass ING mit dem Produkt weiter wachsen will. Damit einhergehen könnte ein Angriff auf alternative digitale Vermögensverwalter wie quirion der Quirin Privatbank, die zuletzt starke Zahlen veröffentlicht haben.
Die Apobank blickt zufrieden auf 2024: Das Betriebsergebnis legt kräftig zu, die Bilanzsumme steigt moderat und die Dividende soll erneut bei sechs Prozent liegen. Trotz Sonderbelastungen steht die Bank solide da.