Die ING Deutschland knackt erstmals die Marke von zehn Millionen Kunden und plant weiteres Wachstum. Zukünftig sollen besonders Hausbankkunden, vermögendere Privatkunden und junge Zielgruppen stärker angesprochen werden.
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ING Deutschland
Die ING Deutschland verzeichnete im Jahr 2024 das stärkste Kundenwachstum seit über 15 Jahren. Mit erstmals mehr als zehn Millionen Kunden erreicht die Direktbank damit einen wichtigen Meilenstein ihrer Unternehmensgeschichte. Zukünftig richtet sich der Fokus verstärkt auf den Ausbau der Hausbankkunden und die gezielte Ansprache vermögender Privatkunden sowie junger Zielgruppen.
Im Jahr ihres 60-jährigen Bestehens erreicht Deutschlands größte Direktbank ING einen neuen Rekord: Zum ersten Mal zählt die Bank mehr als zehn Millionen Kunden, wie das Institut kürzlich mitteilte. Vorstandschef Lars Stoy bezeichnete diese Entwicklung als „wichtigen Meilenstein“ in der Geschichte des Unternehmens.
Allein im vergangenen Jahr konnte die ING Deutschland netto 570.000 Neukunden hinzugewinnen – eine Zahl, die in dieser Größenordnung zuletzt vor über 15 Jahren erreicht wurde. Damit bestätigt die ING ihre starke Marktposition in einem zunehmend kompetitiven Umfeld.
Nach dem Erreichen dieser wichtigen Größenordnung will die Bank ihre Kundenbeziehungen nun intensivieren. Besonders im Fokus stehen dabei sogenannte Hausbankkunden, die neben einem Girokonto mit regelmäßigem Geldeingang mindestens ein weiteres Produkt der Bank aktiv nutzen. Diese strategisch wichtige Kundengruppe wuchs 2024 bereits um 300.000 auf insgesamt drei Millionen Kunden an.
Darüber hinaus möchte die ING künftig stärker jene Kunden an sich binden, die regelmäßig die ING-App nutzen. Denn Nutzer digitaler Kanäle gelten als besonders loyal und bieten zudem Wachstumspotenzial in Form weiterer Produktabschlüsse.
Einen weiteren wichtigen Schwerpunkt legt die ING künftig auf vermögendere Privatkunden. Gemeint sind hier Kunden, die zwischen 100.000 und 500.000 Euro an frei verfügbarem Kapital auf Giro-, Spar- oder Depotkonten halten. Um diese Zielgruppe noch besser bedienen zu können, plant die Bank, speziell zugeschnittene Investment-Angebote aufzulegen.
Dieser Schritt ist eine Reaktion auf die erhöhte Nachfrage nach Vermögensanlageprodukten, die durch das gestiegene Zinsniveau und die Volatilität an den Kapitalmärkten weiter begünstigt wird.
Neben vermögenden Kunden rückt auch die junge Generation („Generation Z“) stärker in den Mittelpunkt der Wachstumsstrategie. Die Bank plant gezielte Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen, um die Markenbekanntheit bei jungen Menschen zu erhöhen und diese langfristig an sich zu binden.
Diese Zielgruppe gilt für die ING als besonders attraktiv, da sie digitales Banking präferiert und zudem großes Potenzial für zukünftiges Wachstum bietet.
Vorstandschef Lars Stoy zeigte sich zuversichtlich, die strategischen Ziele zu erreichen und betonte die gute Ausgangslage der ING Deutschland. „Unser starkes Kundenwachstum und die erreichte Kundenbasis bieten ideale Voraussetzungen, um unsere Position weiter auszubauen“, so Stoy.
Damit sieht sich die ING für die kommenden Jahre bestens aufgestellt, um ihren Erfolgskurs fortzusetzen und auch künftig eine der führenden Direktbanken in Deutschland zu bleiben.
Die Apobank blickt zufrieden auf 2024: Das Betriebsergebnis legt kräftig zu, die Bilanzsumme steigt moderat und die Dividende soll erneut bei sechs Prozent liegen. Trotz Sonderbelastungen steht die Bank solide da.