Honorarfinanz erhält die Bafin-Lizenz als Finanzportfolioverwalter und setzt auf Wachstum: größere Mandate, Verdoppelung der Beraterzahl und Ausbau des Honorarbereichs. Der nächste Schritt zur Marktführerschaft.
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Honorarfinanz
Die Honorarberatungsgesellschaft Honorarfinanz hat einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Sie erhält die Lizenz der Bafin als Finanzportfolioverwalter. Dieser Schritt eröffnet dem Unternehmen nicht nur neue Möglichkeiten in der Vermögensverwaltung, sondern markiert auch einen strategischen Wendepunkt. Die Zeichen stehen auf Wachstum – sowohl im Leistungsportfolio als auch bei der Zahl der Berater.
Mit der neu erworbenen Lizenz als Finanzportfolioverwalter tritt Honorarfinanz in einen exklusiven Kreis von Honorarberatern ein, die auch in der Vermögensverwaltung aktiv werden können. Für den Vorstand Davor Horvat ist das ein bedeutender Schritt: „Jetzt können wir auch größere Mandate übernehmen.“ Besonders im Stiftungsbereich und bei institutionellen Anlegern sieht das Unternehmen großes Potenzial. Auch Vertriebe zeigen bereits Interesse, etwa an Dienstleistungen rund um ETF-Orders.
Die Lizenzierung durch die Bafin hat zwei Jahre in Anspruch genommen – eine lange, aber letztlich erfolgreiche Phase für das Unternehmen aus Karlsruhe. „Mit der Lizenz haben wir alle nötigen Voraussetzungen, um auch bei größeren Mandaten eine wichtige Rolle zu spielen“, erklärt Horvat. So könnten künftig individuelle Portfolios für Kunden mit hohen Anlagevolumina umgesetzt werden.
Honorarfinanz ist kein klassischer Vermögensverwalter, sondern bietet als Haftungsdach eine umfassende Unterstützung für Berater. Das Besondere: Die Gesellschaft übernimmt sämtliche Backoffice-Aufgaben – von Compliance über Marketing bis hin zur Abwicklung von Anlagekonzepten. „Unsere Berater sollen sich auf ihre Kernkompetenz konzentrieren können: beraten. Die Bürokratie erledigen wir“, betont Horvat.
Dieser Ansatz hat sich bewährt. Die Honorarfinanz verfolgt eine passive Anlagestrategie und setzt auf Indexfonds, um Kunden ein einfaches, transparentes und kosteneffizientes Investmentmodell anzubieten. Dieser Fokus und die administrative Entlastung der Berater heben das Unternehmen von klassischen Anbietern ab.
Derzeit sind rund 50 Berater an Honorarfinanz angeschlossen. Doch das ist erst der Anfang, wenn es nach Horvat geht: „Wir wollen in den nächsten fünf Jahren auf 100 Berater wachsen.“ Die neue Lizenz wird dabei eine zentrale Rolle spielen, da sie das Unternehmen skalierbarer macht und das Angebot für anspruchsvollere Mandate erweitert.
Langfristig hat Horvat noch größere Pläne: Honorarfinanz soll das führende Haftungsdach im Honorarbereich werden. Dieses Ziel ist realistisch, wenn man bedenkt, wie klein der Markt aktuell ist. Laut Bafin-Register gibt es in Deutschland lediglich 19 Honorar-Anlageberater. Seit seiner Gründung im Jahr 2016 hat Honorarfinanz bereits einen starken Fußabdruck hinterlassen – und die Zukunft sieht vielversprechend aus.
Mit der Bafin-Lizenz setzt Honorarfinanz einen wichtigen Meilenstein und öffnet sich neue Wachstumschancen. Das Unternehmen hat bewiesen, dass es mit einem klaren Fokus auf die Bedürfnisse seiner Berater und einer passiven Anlagestrategie erfolgreich sein kann. Die kommenden Jahre könnten spannend werden, wenn Honorarfinanz seinen ambitionierten Expansionskurs weiterverfolgt. Die Vision ist klar: führend im Honorarbereich, und das mit einem Ansatz, der Beratern und Kunden gleichermaßen zugutekommt.
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