Die Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank steigert 2024 Erträge und Gewinn deutlich. Der Zusammenschluss mit ABN Amro macht das Institut zur drittgrößten Privatbank Deutschlands – und stößt bei institutionellen Investoren auf positive Resonanz.
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Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank AG
Die Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank (HAL) blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Trotz anhaltender Konsolidierungswelle im deutschen Bankenmarkt konnte das Institut sowohl Erträge als auch Gewinn deutlich steigern – und stellt sich nun für den anstehenden Zusammenschluss mit ABN AMRO weiter solide auf.
Laut aktuellem Geschäftsbericht stiegen die Gesamterträge der Bank im Jahr 2024 um 4,9 Prozent auf rund 460 Millionen Euro. Besonders das Zinsergebnis entwickelte sich positiv: Es kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 Prozent und lag bei knapp 152 Millionen Euro. Auch das Provisionsergebnis konnte leicht um 4,2 Prozent auf 269 Millionen Euro gesteigert werden. Der Erfolg beruht also nicht ausschließlich auf dem Zinsergebnis, sondern interessanterweise auch auf Provisionserträgen. Für (Privat-)Banken sind diese Einnahmen wichtig, um auch in Zeiten sinkender Zinsmarge profitabel agieren zu können. Hier zeigte sich HAL in den vergangenen Jahren durchaus stark und wachstumsambitioniert.
Besonders erfreulich ist der Blick auf das Ergebnis vor Steuern: Hier verzeichnete die HAL Privatbank einen deutlichen Zuwachs von 15,9 Prozent auf 131,4 Millionen Euro. CEO Michael Bentlage führte die positive Entwicklung unter anderem auf eine striktere Kostendisziplin zurück. Zwar verschlechterte sich die Cost-Income-Ratio leicht auf 72,2 Prozent, dennoch sieht das Management die Bank operativ gut aufgestellt. Im Vergleich zum Wettbewerb kann sich Hauck Aufhäuser Lampe damit definitiv sehen lassen, was Michael Bentlage bestätigt:
„Das Geschäftsjahr 2024 war für Hauck Aufhäuser Lampe ein herausragendes Jahr. Wir sind heute, gemessen an unserer Leistungsfähigkeit, unserer Größe und nicht zuletzt unserer Profitabilität ein führender Anbieter auf dem deutschen Private Banking- und Wealth Management-Markt.
Im Kontext der angekündigten Übernahme durch ABN AMRO betont Bentlage die Stabilität und den eingeschlagenen Wachstumspfad der Bank. Der Zusammenschluss mit dem niederländischen Finanzkonzern wird die HAL Privatbank zur drittgrößten Privatbank in Deutschland aufsteigen lassen – hinter der Deutschen Bank und der Commerzbank.
Auch auf Kundenseite stößt der geplante Schritt auf Zustimmung. Vor allem institutionelle Investoren bewerten die geplante Integration als strategisch sinnvoll. Laut Bentlage seien bisher keine nennenswerten Verunsicherungen im Kundenbestand zu spüren. Nach Jahren unter dem chinesischen Eigentümer Fosun dürfte der Wechsel zu einem europäischen Bankkonzern für viele Kunden der Privatbank in der Tat ein positiver Einfluss sein.
In den vergangenen Jahren hat sich die HAL Privatbank vor allem durch den stringenten Ausbau des Geschäftsbereichs Asset Servicing unter der Führung von Dr. Holger Sepp sowie durch die Übernahme des Bankhauses Lampe stark weiterentwickelt. Der aktuelle Zusammenschluss mit ABN AMRO ist für das Management die konsequente Fortführung dieser Expansionsstrategie. Für die kommenden Monate bleibt das Augenmerk auf der erfolgreichen Integration und der weiteren Ertragsstabilität gerichtet. Klar dürfte sein, dass Hauck Aufhäuser Lampe mit dem präsentierten Zahlenwerk eine bedeutende Rolle im deutschen Markt für ABN AMRO einnehmen dürfte.
Die Apobank blickt zufrieden auf 2024: Das Betriebsergebnis legt kräftig zu, die Bilanzsumme steigt moderat und die Dividende soll erneut bei sechs Prozent liegen. Trotz Sonderbelastungen steht die Bank solide da.