Die Volksbank eG – Gestalterbank steigerte 2024 Zinsüberschuss und Kundeneinlagen deutlich. Trotz hoher Volatilität gibt sich das Institut für 2025 vorsichtig optimistisch.
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Die Volksbank eG, bekannt unter dem Namen „Gestalterbank“, blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2024 zurück. Trotz des herausfordernden Marktumfeldes präsentierte die Genossenschaftsbank aus Villingen-Schwenningen und Offenburg überzeugende Geschäftszahlen und bleibt verhalten optimistisch für die nähere Zukunft.
Im vergangenen Jahr verbesserte die Gestalterbank ihren Zinsüberschuss merklich. Die Erträge aus dem Zinsgeschäft erhöhten sich um 8,66 Prozent auf nunmehr 177,36 Mio. Euro. Das Institut profitierte dabei insbesondere von einer robusten Kreditnachfrage sowie der insgesamt günstigen Zinsentwicklung am Markt.
Auch bei den Kundeneinlagen erzielte die Bank ein erfreuliches Plus von 7,4 Prozent auf rund 9,72 Mrd. Euro. Das betreute Kreditvolumen zeigte sich hingegen weitgehend stabil mit einem leichten Zuwachs um 0,9 Prozent auf nunmehr 10 Mrd. Euro. Die Bilanzsumme wuchs unterdessen um 5,58 Prozent auf knapp 14 Mrd. Euro.
Erfreulich entwickelte sich zudem der Provisionsüberschuss. Dieser erhöhte sich um 3,32 Prozent auf 82,41 Mio. Euro. Treiber waren insbesondere das gestiegene Depotgeschäft und höhere Erlöse aus dem Zahlungsverkehr. Das Depotvolumen kletterte dabei sogar um 11 Prozent auf 3,02 Mrd. Euro.
Trotz der demografischen Herausforderungen gelang es der Gestalterbank, ihre Mitgliederbasis stabil zu halten. Aufgrund der positiven Ertragslage plant die Bank, ihren Mitgliedern für 2024 Dividenden in Höhe von etwa 9,64 Mio. Euro auszuschütten. Das bedeutet einen Anstieg um 6,76 Prozent gegenüber dem Vorjahr und entspricht einer Dividendenrendite von 4 Prozent.
Die Eigenkapitalbasis der Bank entwickelte sich ebenfalls positiv und erhöhte sich auf 1,25 Mrd. Euro, was einem Zuwachs von 5,46 Prozent entspricht. Damit sieht sich die Gestalterbank auch für mögliche konjunkturelle Schwankungen weiterhin gut gerüstet.
Im Firmenkundensegment bewegte sich das Kreditvolumen mit 5,25 Mrd. Euro nur leicht über Vorjahresniveau (+0,38 Prozent). Das Volumen vermittelter Fördermittelkredite belief sich 2024 auf knapp 87 Mio. Euro. Die Nachfrage nach Wohnbaufinanzierungen zeigte sich ebenfalls stabil mit einem Zuwachs von 1,24 Prozent auf nunmehr 4,08 Mrd. Euro.
Für das Jahr 2025 erwartet die Gestalterbank eine moderate konjunkturelle Erholung, bleibt dabei jedoch vorsichtig. „Unter Berücksichtigung bestehender wirtschaftlicher Unsicherheiten wollen wir unseren Wachstumskurs fortsetzen, rechnen aber nur mit moderaten Zuwächsen bei den operativen Ergebnissen“, teilte die Bank in ihrer Erklärung mit. Positive Effekte erhofft sich die Volksbank eG insbesondere von einer günstigen Entwicklung im Zinsumfeld.
Im Firmenkundengeschäft hingegen rechnet die Bank aufgrund der anhaltend angespannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nur mit leicht steigenden Kreditvolumina.
Die Apobank blickt zufrieden auf 2024: Das Betriebsergebnis legt kräftig zu, die Bilanzsumme steigt moderat und die Dividende soll erneut bei sechs Prozent liegen. Trotz Sonderbelastungen steht die Bank solide da.