Die DKB erzielt 2024 einen Rekordgewinn von 1,12 Milliarden Euro. Trotz erhöhter Risikovorsorge sorgt ein starkes Provisionsergebnis und sinkende Kosten für das beste Ergebnis der Bankgeschichte. Bis 2025 soll der Sparkurs fortgesetzt werden.
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DKB AG
Die Deutsche Kreditbank (DKB) hat im Geschäftsjahr 2024 ihr bestes Ergebnis seit Gründung erzielt. Trotz erhöhter Rückstellungen für ausfallgefährdete Kredite konnte die Tochter der BayernLB beim Gewinn erneut zulegen – und sich klar vom Wettbewerb der Neobanken abheben.
Die DKB schloss das Jahr 2024 mit einem Vorsteuergewinn von 1,12 Milliarden Euro ab. Im Vergleich zum Vorjahr (1,02 Milliarden Euro) bedeutet dies eine erneute Steigerung und gleichzeitig das höchste Ergebnis seit Bestehen der Bank.
Die Risikovorsorge erhöhte sich allerdings deutlich: Das Risikoergebnis verschlechterte sich auf -186,7 Millionen Euro (Vorjahr: -63,3 Millionen Euro). Zusätzlich baute die Bank einen weiteren Puffer in Höhe von 153 Millionen Euro für mögliche Risiken, insbesondere im Immobiliensektor, auf. Dennoch konnte die DKB den Gewinn ausweiten.
Wesentlicher Faktor für den Ergebniszuwachs war das deutlich gesteigerte Provisionsergebnis, das um über 85 Millionen Euro auf 215,4 Millionen Euro kletterte – getrieben vor allem vom Kartengeschäft. Gleichzeitig profitierten die Münchner von einem robusten Zinsüberschuss sowie einem gestiegenen Bewertungsergebnis.
Auf der Kostenseite zeigt sich das laufende Effizienzprogramm der Bank deutlich: Die Sach- und Personalkosten wurden konsequent gesenkt, der Verwaltungsaufwand reduzierte sich um über 30 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Anzahl der Vollzeitstellen sank von 4.768 auf 4.108.
Die positive Entwicklung spiegelt sich auch in den Kennzahlen wider: Die Cost-Income-Ratio (CIR) verbesserte sich von 39,3 auf 35,6 Prozent, während die Eigenkapitalrendite (ROE) von 19,9 auf 22,3 Prozent stieg.
Vorstandschef Sven Deglow sieht die Bank für die kommenden Jahre gut aufgestellt:
„Es ist uns gelungen, die DKB auf ein neues Ergebnisniveau zu heben und eine hervorragende Ausgangslage für eine strategische Weiterentwicklung ab 2026 zu schaffen.“
Besonders betont Deglow die klare Differenzierung zu digitalen Wettbewerbern: Die DKB verfolge einen stabilen, profitablen Kurs – auch im Vergleich zu vielen Neobanken, die sich weiterhin im Aufbau befinden.
Der Sparkurs bleibt auch für die kommenden Monate bestehen. Bis Ende 2025 sollen die Sach- und Personalkosten um weitere 100 Millionen Euro reduziert werden. Der Fokus liegt dabei neben Stellenreduktion vor allem auf der Optimierung interner Prozesse und dem weiteren Ausbau digitaler Services.
Die Apobank blickt zufrieden auf 2024: Das Betriebsergebnis legt kräftig zu, die Bilanzsumme steigt moderat und die Dividende soll erneut bei sechs Prozent liegen. Trotz Sonderbelastungen steht die Bank solide da.